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Begonnen hat unser Abenteuer bereits 14 Tage vor der Abfahrt,
als wir uns zum ersten Mal trafen, um unsere Tour zu planen.
Wir, das waren 9 Personen und 5 Autos, die unterschiedlicher
wohl kaum sein können. Vom Monster Unimog, über einen Toyota
Hilux bis hin zum Geländefloh Suzuki war da alles vertreten.
Ebenso war es mit den Ansprüchen der Teilnehmer. Auch hier war
ein breites Spektrum abzudecken, reichte das Interesse doch von
der Teilnahme an einer gemütlichen Tour in einem neuen und
unbekannten Gebiet, das Erforschen und Erleben einer fremden
Kultur bis hin zum „Na, dann schau'n wir einmal, was mein
Fahrzeug und ich im Gelände zu leisten imstande sind.“ – Ja es
wurden sogar Stimmen laut, die nach kulturellen Dingen
verlangten, wie ein Besuch von Draculas Schloss und
Besichtigungen der zugegebenermaßen wirklich imposanten
rumänischen Kirchen und Klöster.
Aber wir wollten ja diese Vielfalt, denn die Leute von
proVENTURE hatten uns bereits vor der Anmeldung gesagt, dass die
Routenplanung und das Abklären unterschiedlicher Ansprüchen eine
der Aufgaben waren, die wir zu erfüllen hätten. Es handelt sich
hier ja schließlich nicht um kein klassisches „alle folgen dem
Führer“ Programm. Vielmehr geht es darum, dass proVENTURE
Menschen, die an Individualreisen interessiert sind, mit Support
und Know How bei der Organisation und Durchführung einer solchen
Reise zur Seite steht.
Kurz und gut, nach einigem Hin und Her, bzw. Für und Wider
einigten wir uns auf den Norden Rumäniens, und da auf ein Gebiet
innerhalb der Maramures-Kultur, das auch dem Team von proVENTURE
unbekannt war. Wir wollte nämlich versuchen, unsere Begleiter
aus ihrer Trainerrolle herauszunehmen und in die Gruppe mehr als
Teilnehmer zu integrieren. Weiters beschlossen wir auch, dass es
keine Hardcore-Offroad-Veranstaltung werden soll, und das es
genügend autofreie Zeit geben soll.
Bereits die Anreise erfolgte gemeinsam im Konvoi. Als wir im
vorher abgemachten Einsatzgebiet angekommen waren, galt es die
nächsten Schritte zu planen: Wohin nun genau. Ein neues Gebiet
zu erforschen, gestaltet sich in der Realität oft viel
schwieriger als angenommen. Wege, die laut Karte asphaltiert
sein müssten, entpuppten sich als schwerste Offroad-Pisten oder
enden mitten im Nichts. Und dann wieder gibt es unzählige
nichtverzeichnete Wege, die weiter führten.
Auf diesen Strecken hielten wir uns nach der Hauptrichtung. Es
war aber immer recht spannend, wo wir letztendlich landeten. Die
Konsequenzen dieser Suche brachte uns ohne großen Aufwand
unseren individuellen Zielen näher: Da wir auf Grund der vielen
Sackgassen mehr als geplant auf Asphalt fahren mussten, gingen
die Besichtigungen von Dörfern und Kirchen quasi nebenher. Zum
Anderen waren aber auch viele Erkundungsfahrten notwendig, die
zum Teil nur von 1-2 Fahrzeugen durchgeführt wurden. Diese
Fahrten nutze die Autofraktion gleich zum „Spielen“. Der Rest
der Gruppe konnte es sich in der Zwischenzeit im Lager gemütlich
machen, bzw. die Umgebung zu Fuß erkunden oder ein erfrischendes
Bad in einem See, sofern wir ihn gefunden haben, genießen.
Abends wurde dann immer das gemeinsam Erlebte am Lagerfeuer
besprochen und analysiert, wobei es vor allem um die Bewältigung
der gesetzten Tagesaufgaben und Ziele und der damit verbundenen
Gruppendynamik ging. Auch wurde am Abend die Aufgabenteilung und
Zielsetzung für den nächsten Tag getroffen: Wohin geht’s weiter,
wer führt die Gruppe, wer fährt am Schluss, etc.
Zwei Höhepunkte unserer Reise seien hier noch kurz erwähnt: Zum
Einen die Entdeckung eines Klosters mitten im rumänischen
Nirgendwo, welches gerade in mühevoller Handarbeit renoviert
wurde ...
.... und zum Anderen unsere wohl eindrucksvollste Begegnung mit
rumänischen Hirten. Als wir gerade eine sehr schwierige
Passüberquerung geschafft hatten und auf einer Hochalm ankamen,
luden uns die dortigen Hirten ein, mit ihnen zu essen. Sie
servierten uns den von ihnen produzierten Schaf/Ziegen-Käse mit
selbstgebackenen Brot. Wir revanchierten uns mit Kaffee,
Zigaretten und Wein und nutzten die Möglichkeit, unsere Vorräte
mit diesem köstlichen Produkt zu ergänzen. Auch erhielten wir
von Ihnen das OK hier zu übernachten und am Abend, als sie Ihre
Arbeit erledigt hatten, setzten sie sich zu uns ans Lagerfeuer
und wir unterhielten uns mit ein paar Brocken Englisch, mehr
jedoch mit Händen und Füßen über Gott und die Welt bis spät in
die Nacht.
Abschließend möchte ich noch sagen, dass diese Reise für alle
von uns ein voller Erfolg war, und wir es trotz aller
Unterschiede geschafft haben, uns gemeinsam zufrieden zu stellen
und glücklich zu machen.
Die Lust auf Individualreisen ist wohl in jedem von uns
erwacht, bzw. stärker geworden und dafür, und auch für die
vielen schönen Momente, die wir erlebt haben, möchte ich mich
beim Team von proVENTURE, die uns all dies ermöglicht haben,
bedanken.
Webtipp:
www.proventure.at
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