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3 Tage Puszta-Expedition mit Retter Events:
Ein Erlebnisbericht von Wolfgang Helscher
Franz Kabrt, treuer gelaendewagen.at-Leser, gewann bei der Eröffnung des Landrover Center Wien Süd einen Gutschein für die Teilnahme an der von Retter Events veranstalteten „Puszta-Expedition“. Sein Beifahrer und ebenso treuer Leser, Wolfgang Helscher hat die Erlebnisse der 3 Tage zusammengefasst.
1.5.2003
Franz (der „Odysseys“ des gelaendewagen.at-Forums) hatte bei der Eröffnung des „Land Rover Center Wien Süd“ (nochmals herzlichen Dank an alle Beteiligten) einen Gutschein für die 3-tägige Pustza-Expedition, organisiert von Retter Events, gewonnen.

Ab ging es also nach Fürstenfeld, unserem Treffpunkt entgegen. 

Nachdem wir unsere Begleiter und Abenteurer für die nächsten drei Tage kennen gelernt hatten. Einige der Teilnehmer gingen das erste Mal auf so eine Tour und kamen auch erstmals Land Rover in Kontakt.

Bald zeigte sich, dass die Truppe zusammenpasst und der Event sicher eine lustige Expedition würde.

Insgesamt fuhren zwei LR 90, ein LR110 und ein Privatfahrer mit einem Mercedes ML. Nach kurzer Zeit ging es in Richtung ungarischer Grenze und danach in Richtung Balaton. Auf dieser Strecke wurden allen Beteiligten klar: Landrover = Abenteuer erleben und der Funkverkehr zwischen allen beteiligen Fahrzeugen glühte! Ein paar Abstecher in die Felder und kurz vor unserer idyllischen Csarda, die in den kommenden zwei Tagen unsere Unterkunft war, in ein großes Sandspielgelände bildeten die ersten Offroaderlebnisse. Dies schien einigen Teilnehmern aber zu wenig zu sein, da beim Abendessen und gutem ungarischen Wein die ersten Rufe nach „mehr Offroad“ zu hören waren. 

Am nächsten Morgen ging es pünktlich um neun Uhr über Kecskemet weiter in der Puszta in Richtung Süden. Unsere beiden Begleiter Mike und Elfi zeigten mit ein paar Ausritten neben der Straße was Schrägfahrten für Tücken beinhalten können. Die „Hardcore“ Rufe des Vortages verstummten. Allen Beteiligten wurden langsam Ihre Grenzen aufgezeigt. Auch wenn ein Fahrer gut ist, sein fahrbarer Untersatz aber weder Verschränkung noch Bodenfreiheit aufweist (ML), ist froh darüber, dass es in einem Team eine Gemeinschaft gibt und diese aus allen Lagen hilft. Es wurde aber bei jedem „Ausritt“ darauf geachtet, dass die Autos nicht beschädigt wurden. Per Funk kamen genaue Anweisungen, wie man sich in bestimmten Situationen mit einem Geländewagen verhalten soll. 

An diesem Tag wurde von steilen Bergauffahrten bis zu steilen Bergabfahrten und tiefen Sandfahrten alles geboten - dies alles in der „ebenen“ Puszta. In den Gesichtern sah man Verzweiflung und anfänglich auch ein bisschen Angst: Ob dies ein Land Rover wohl schaffen würde? Er schaffte es und dank der wirklich gut ausgebildeten Begleiter wurde alles gemeistert. Man hörte erstmals: Es muss ein Landrover angeschafft werden!

Auch wurden einigen so ganz nebenbei einige Bergetechniken beigebracht. So macht Geländewagenfahren Spaß, waren sich alle Beteiligten am Abend beim Lagerfeuer einig! Wie immer wurden intensive Geländewagengespräche geführt.

Nach zwei Tagen trockenen Bodens regnete es am dritten Tag und der Sand wurde zu „Mousse au Chocolat“ (copyright by Mike). Dies hieß auf Deutsch: Das Wasser bildete mit dem Sand eine schmierige Masse und die Fahrbedingungen wurden auf manchen Feldwegen schwierig. So manche wollte mit Ihrem Fahrzeug unbedingt die Anbaubedingungen von gewissen Feldfrüchten überprüfen und fuhr somit sehr „zielstrebig“ in das Feld. Aber für einen Geländewagen kein Problem den Feldweg nach genauer Betrachtung der Feldfrüchte wieder zu finden!

Am späten Nachmittag ging es zurück in die Heimat.

Fazit dieser Expedition: Retter bietet mit „Landrover-Abenteuer“ Leuten, die vorher noch nie mit einem Geländewagen unterwegs waren, einen guten Einstieg in’s Offroadfahren an. Aber auch all denen, die mit Ihren Fahrzeugen schon öfters im Gelände unterwegs waren wird diese Expedition interessant erscheinen, da die Puszta doch einiges zu bieten hat.

Alle Beteiligten waren sich am Ende dieser Expedition einig: Sie war einfach zu „Short(l)y“ (Anm. der Redaktion: Insiderscherz, die Teilnehmer werden ihn verstehen) !!
 
 
 
 
 
 
Text und Fotos: Wolfgang Helscher


 
(c) allradnews.at & gelaendewagen.at