Durch vorweihnachtlich übermäßigen
Rückreiseverkehr legt die Carthage schon mit drei Stunden
Verspätung in Genua an. Dies bedingte, dass auch die Zöllner in
Tunis, La Goulette und mindestens 3 Stunden unfreundlicher waren
als nötig.........
«Vouz avez CB radio ?» Was soll ich sagen, es ist am Dachhimmel
in der Mitte oberhalb der Frontscheibe montiert. Ausbauen und
abgeben! Will ich aber nicht. No Na! Ich verhandle in nicht
gerade feierlichem französisch, und dann, als beide Seiten keinen
Spielraum für Zugeständnisse an den Anderen haben, kommt mir die
Idee:
OK, wenn ich mein Gerät nicht behalten darf, dann gebe ich mein
Geld im Urlaub in einem anderen Land aus, „Ich fahr´ nach
Algerien weiter“. Na dann, kein Problem, ausbauen, in einen
Nylonsack damit und der „Behälter“ wird verplombt. Papiere neu
ausstellen, da jetzt Transit, eine Postgenehmigung für mein GPS
und gegen 22h30 kann ich den Zollbereich des Hafens am
19.12.2007 verlassen.
Quelle entree !
Nun habe ich vier Tage Zeit, um nach Monastir zu gelangen, wo
dann meine Freundin Babsi und Sohn David mit dem Flieger
ankommen werden. Zeit zum Akklimatisieren.
Als Vorbereitung habe ich mir – unter Anderem - das Buch „
Offroadbook Tunesien, Band 2“ von Stefan Bruckner besorgt. Ein
Glück, dass am Weg nach Monastir eine 27km kurze Strecke direkt
am Strand bei Salloum angeführt ist. „All hands: Warm up! Engage!”
Einstieg schnell gefunden, es kann los gehen.Nach 6o m zeigt sich, dass gewisse Dinge immer gleich sind, egal
für wie gut man sich oder sein Auto hält. Eines davon lautet: Im
Sand lässt man Luft ab.
Nach Freischaufeln der 4,5 Tonnen und dem Unterlegen der
Sandbleche,
die ich nach Ausräumen des gesamten Laderaums erst erreichte,
denn die Bleche fuhren ja nur zur Sicherheit mit und waren ganz
unten verstaut, war ich wieder frei. 5 Sekunden fahren und 35
Minuten schaufeln. Dieses Ungleichgewicht ärgert, sodass die
schöne Kulisse nicht als solche wahrgenommen worden ist.
21.Dezember ist Geburtstag. Nicht meiner, aber der des von mir
verehrtesten Künstlers, Frank Zappa, und der wird seit vielen
Jahren gefeiert. Die für den Tag ausgesuchte Lagerstelle hat
einen Namen, der auch Titel eines seiner Werke sein könnte: Cap
Riss Dimass, etwas nördlich von Mahdia. Es hätte auch das Cap
Fartass gegeben.....
Die nächsten beiden Tage des Wartens auf das Flugzeug freute
sich nur die Zellstoffindustrie, als indirekter Sponsor
verbrauchte ich mehrere Rollen Küchenrolle und den gesamten
Taschentüchervorrat.
Teil 2: Die Reise
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