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Tunesien mit dem Bremach
Teil 1 - der Prolog
31.01.2007

Durch vorweihnachtlich übermäßigen Rückreiseverkehr legt die Carthage schon mit drei Stunden Verspätung in Genua an. Dies bedingte, dass auch die Zöllner in Tunis, La Goulette und mindestens 3 Stunden unfreundlicher waren als nötig.........

«Vouz avez CB radio ?» Was soll ich sagen, es ist am Dachhimmel in der Mitte oberhalb der Frontscheibe montiert. Ausbauen und abgeben! Will ich aber nicht. No Na! Ich verhandle in nicht gerade feierlichem französisch, und dann, als beide Seiten keinen Spielraum für Zugeständnisse an den Anderen haben, kommt mir die Idee:

OK, wenn ich mein Gerät nicht behalten darf, dann gebe ich mein Geld im Urlaub in einem anderen Land aus, „Ich fahr´ nach Algerien weiter“. Na dann, kein Problem, ausbauen, in einen Nylonsack damit und der „Behälter“ wird verplombt. Papiere neu ausstellen, da jetzt Transit, eine Postgenehmigung für mein GPS und gegen 22h30 kann ich den Zollbereich des Hafens am 19.12.2007 verlassen.

Quelle entree !

Nun habe ich vier Tage Zeit, um nach Monastir zu gelangen, wo dann meine Freundin Babsi und Sohn David mit dem Flieger ankommen werden. Zeit zum Akklimatisieren.

Als Vorbereitung habe ich mir – unter Anderem - das Buch „ Offroadbook Tunesien, Band 2“ von Stefan Bruckner besorgt. Ein Glück, dass am Weg nach Monastir eine 27km kurze Strecke direkt am Strand bei Salloum angeführt ist. „All hands: Warm up! Engage!”

Einstieg schnell gefunden, es kann los gehen.

Nach 6o m zeigt sich, dass gewisse Dinge immer gleich sind, egal für wie gut man sich oder sein Auto hält. Eines davon lautet: Im Sand lässt man Luft ab.

Nach Freischaufeln der 4,5 Tonnen und dem Unterlegen der Sandbleche, die ich nach Ausräumen des gesamten Laderaums erst erreichte, denn die Bleche fuhren ja nur zur Sicherheit mit und waren ganz unten verstaut, war ich wieder frei. 5 Sekunden fahren und 35 Minuten schaufeln. Dieses Ungleichgewicht ärgert, sodass die schöne Kulisse nicht als solche wahrgenommen worden ist.

21.Dezember ist Geburtstag. Nicht meiner, aber der des von mir verehrtesten Künstlers, Frank Zappa, und der wird seit vielen Jahren gefeiert. Die für den Tag ausgesuchte Lagerstelle hat einen Namen, der auch Titel eines seiner Werke sein könnte: Cap Riss Dimass, etwas nördlich von Mahdia. Es hätte auch das Cap Fartass gegeben.....

Die nächsten beiden Tage des Wartens auf das Flugzeug freute sich nur die Zellstoffindustrie, als indirekter Sponsor verbrauchte ich mehrere Rollen Küchenrolle und den gesamten Taschentüchervorrat.

Teil 2: Die Reise

 

 

Der Reisebericht in 4 Teilen
Teil 1: Der Prolog
Teil 2: Die Reise
Teil 3: Offroad
Teil 4: Provinciae Africae

Text und Fotos: Michael Kratochwill

 
 
Am Strand von Salloum: Oh Schmach !
Unterwegs ...


 
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