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Pickup-Testival, Teil 1:
Der Mazda BT-50 GT
Erst 2 Jahre alt und schon ein Facelift ... wir haben Mazdas sanft überarbeiteten Pickup getestet.
26.01.2009
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Mit dem Mazda BT-50 beginnen wir unser "Pickup-Testival": 5 der beliebtesten Pritschenlaster werden wir in den nächsten Wochen nacheinander unter die Lupe nehmen.

Gerade einmal 2 Jahre ist der BT-50 nun auf dem Markt und Mazda hat ihm schon ein (sanftes) Facelift verpasst. So sanft ist es ausgefallen, dass man schon sehr genau hinschauen muss, um die Unterschiede zwischen alt und neu zu erkennen. Die reduzieren sich außen auf die geringfügig modifizierte Frontschürze und die neuen Scheinwerfer. Ein bisschen mehr hat sich im Innenraum getan: Das Armaturenbrett wurde schicker und moderner gestaltet, ein MP3-fähiges Audiosystem eingepflanzt und - ein durchaus beachtenswertes Novum - erstmals ist der BT-50 mit (noch dazu beheizbarerer) Lederbestuhlung orderbar, konkret im Topmodell "GT".

Sonst ist, was ja a priori nichts Schlechtes ist, alles beim Alten geblieben:

Bewährtes: Der Motor
So wird der rund 5 Meter lange Laster weiterhin von einem 2,5 Liter großen Common Rail Diesel mit 143 PS angetrieben, der frisch gestartet überraschend lautstark "knurspelt" (danke an die Autorevue für diesen Ausdruck), den BT-50 aber dank erfreulicher Drehmomentpotenz (330 Nm) - recht kräftig anzutreiben versteht. Auf Betriebstemperatur gebracht sind auch die Arbeitsgeräusche durchaus ok.

Bewährtes, die 2.: Das Getriebe
Motor- und Getriebevielfalt spielt's  nicht bei Mazda: Der Diesel ist das einzige erhältliche Aggregat, gekoppelt ist es immer mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe. Passt ja auch - weil die Kombi durchaus pickupwürdig ist. Weil neben dem braven Motor das 5-Gang-Schaltgetriebe praktisch ohne Fehl und Tadel ist, sich sauber schalten lässt und ebenso sauber abgestuft ist. Mit einem winzigen Punkteabzug für den etwas zu lahmen 2. Gang, mit dem sich Rollstopps im Stau kaum bewerkstelligen lassen - da muss man die Erste reinwürgen oder, noch schlechter, die Kupplung ziemlich schleifen lassen.

Fahrwerk / Fahrverhalten
Was ebenfalls unverändert geblieben ist, ist das Fahrwerk, ganz typisch im Pickup-Stil: Mit einer recht komfortablen Vorder- und einer auf Schwerlasten ausgelegten, natürlich von Blattfedern gestützten und entsprechend bärbeissigen Hinterachse. Die Mazda-Ingenieure haben aus dieser Konfiguration aber dennoch ein durchaus akzeptables Fahrverhalten gezaubert, das zumeist entspanntes Fahrten ermöglicht.

Dass die Hinterhand des BT-50 (wie bei den meisten anderen Pickups) speziell von Unkundigen mit ein wenig Basisrespekt bedacht werden und die Wahl der Fahrgeschwindigkeit prinzipiell eine Vernunftentscheidung sein sollte, haben wir schon bei unserem letzten BT-50-Test erwähnt.

Dieses Mal ist uns besonders aufgefallen, dass Mazdas Pickup beim Überfahren kurzer Querrillen  zu ebenso kurzen und recht heftigen Nickbewegungen neigt.

Innenraum: Neues zum Wohlfühlen
Die wohl wichtigsten Neuerungen gibt es wie erwähnt im Innenraum - mit einem wertigeren Armaturenbrett und - eher ungewöhnlich im Pickupsegment - einer optionalen Lederausstattung für das Topmodell "GT". Schön: Dass Qualität und Verarbeitung des Leders top sind. Dass die Sitze vorne auch beheizbar sind. Nicht ganz so schön: Dass diese weiterhin händisch verstellt werden müssen. Und dass gerade die neu gestaltete Armaturentafel unter Last recht kräftig  knarzte, haben wir als Ironie empfunden. Letzteres ist aber sicher ein behebbares und hoffentlich ein individuelles, sprich auf unser Testauto beschränktes Problem.

Platz ist mehr als ausreichend, im neuen BT-50. 4, eventuell sogar 5 Personen finden ein bequemes Plätzchen mit ausreichend Knie- und Ellenbogenfreiheit. Person Nummer 5 hinten in der Mitte muss aber mit einem Beckengurt vorlieb nehmen.

Häufig genannter Kritikpunkt: Selbst bei modernen Pickups wie dem BT-50 ist die Handbremse noch als "Krückstock" ausgeführt. Die ist schwerer zu bedienen als eine konventionelle Handbremse,  zielt direkt auf das rechte Fahrerknie und birgt so ein recht hoh4s Verletzungsrisiko bei einem Unfall.

Außen
Uns bot sich während des Tests die wohl edelste Form des BT-50-Fahrens: Der "GT" mit Leder war in einem eleganten Dunkelgrün lackiert. Die Edelstahltrittbretter sind in der Praxis zwar von geringem Nutzen, strecken aber den Wagen optisch und geben seinem Gesamtbild einen hübschen, edlen  Zusatzakzent.

Gut ins optische Gesamtbild passte auch das Rollo zur Abdeckung der Ladefläche. Das als Zubehör erhältliche Teil degradiert die Ladefläche zwar zu einem Kofferraum, ist aber sehr praktisch und schränkt die Begehbarkeit der Ladefläche nicht ein. Weiterer großer Vorteil: Die fast legendäre Übersichtlichkeit von Pickups wird durch ein Rollo auf Niveau der Ladeflächenoberkante nicht eingeschränkt - im Unterschied zu drallen Hardtops, die noch dazu typisiert werden müssen.

Ein wenig Boulevard-Laster also, unser Test-BT-50. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wagen auch als echtes Arbeitstier eingesetzt werden kann. Die Basismodelle sind deutlich nutzenorientierter, ganz ohne Schnickschnack. Vernünftige Bodenfreiheit, zuschaltbarer Allradantrieb, eine Nutzlast von erstaunlichen 930 Kilogramm und eine trotz Doppelkabine über 1,5 Meter lange Ladefläche haben Basis- und Topmodelle gemeinsam und erfreuen Gewerbetreibende gleichermaßen wie freizeitorientierte Privatleute.

Marktumfeld, Preise
Mit 171 Neuzulassungen nahm der BT-50 im Jahr 2008 den 6. Rang in der österreichischen Pickup-Beliebtheitsskala ein. Angesichts unserer Testerkenntnisse kann man sagen: Ein wenig wird er unter seinem Wert geschlagen, der BT-50.

Interessant ist Mazdas Preispolitik: Das Doppelkabiner-Basismodell "CE" ist für seine nicht überwältigende Basisausstattung mit 26.980 Euro nicht billig, das Topmodell "GT Leder" bietet mit üppiger Ausstattung und einem Preis von 31.790 Euro dafür ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis.
 

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Mazda BT-50 GT

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Mazda BT-50 GT
 
Text, Fotos und Video: gelaendewagen.at
 

Mazda BT-50 GT


Motor:
2,5 l Common Rail Turbodiesel, 4 Zylinder, 143 PS, 330 Nm bei 1.800 U/min, Euro 4

Getriebe:
5-Gang-Schaltgetriebe

Länge/Breite/Höhe:
5.075/1.805/1.620 mm

Leergewicht:
1.969 kg

zul. Anhängelasten:
3.000 kg / 750 kg (gebremst / ungebremst)

Nutzlast:
930 kg

Ladefläche (Länge/Breite/Höhe): 1.530/1.456/465 mm

Höchstgeschwindigkeit:
158 km/h

Verbrauch: 8,9 l kombiniert

CO2-Emissionen: 244 g/km kombiniert

Allrad/Gelände: zuschaltbarer Allradantrieb mit Geländeuntersetzung, automatische Freilaufnaben, Böschungswinkel 34°/33° (vorne/hinten), 75 mm Wattiefe

Basisausstattung:
Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Servo, elektr. Fensterheber, Colorverglasung, elektr., beheizbare Außenspiegel, Fahrer- und Baifahrerairbags, Seitenairbags, ABS + EBD,

Zusatzausstattung des Topmodells "GT Leder":
Klimaanlage manuell, 245/7ßR16 Reifen mit Alufelgen, Lederlenkrad und -schaltknauf, stark getönte Scheiben hinten, Kühlergrill in Chrom, Trittbretter, Nebelscheinwerfer, Befestigungsösen auf der Ladefläche, Ledersitze, vorne beheizbar, Audiosystem mitRadio, 6 Lautsprechern und 6-fach CD-Wechsler
 

Basispreis für Doppelkabine 4x4: € 26.890,--

Preis für das getestete Modell "GT Leder":
€ 31.790,--
 

 
Mazda BT-50 GT
 

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gelaendewagen.at Test Nr. 68



 
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