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Wider den Mainstream zum Erfolg:
Der Subaru Forester Diesel |
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Das SUV mit PKW-Genen, weltweit einzigartigem Motor und dem
bekannten "symmetrischen" Allradantrieb bei uns im Test ... |
| 27.07.2009 |
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Das Video
zum Test
Subaru schwimmt gegen den Strom - und das mit Erfolg: Mit
ungewöhnlichen und durchaus beeindruckenden Fahrzeugkonzepten
fährt der japanische Autokonzern aktuell beachtliche
Verkaufserfolge ein. Das aus "Allradsicht" interessanteste
Modell, den Forester Diesel, haben wir einem intensiven Test
unterzogen.
Subaru geht konsequent einen eigenständigen Weg - weit abseits
des automobilen Mainstreams: Mit dem "symmetrical AWD" hat man
schon seit längerem einen innovativen Allradantrieb im Angebot,
den man (außer beim Konzern-Benjamin "Justy") bei allen
Modellreihen auch konsequent einsetzt, mit dem dieselgefütterten
Boxer setzt man auf einen Motor, der innovativ, kräftig,
wirtschaftlich, kultiviert und einzigartig ist.
Der Einsatz von Boxermotoren hat bei Subaru prinzipiell
große
Tradition: Der japanische Konzern setzt als einer der ganz
wenigen Autobauer dieser Welt im großen Stil auf diesen
Motorentyp, bei dem die Zylinderbänke in einem 180-Grad-Winkel
zueinander angebracht sind. Das Highlight schlechthin in seiner
Entwicklungsgeschichte war die Konstruktion einer
Dieselvariante, mit der Subaru Anfang vergangenen Jahres
weltweit für Aufsehen sorgte. Bis heute hat kein anderer
Autobauer ein vergleichbares Aggregat auf den Markt gebracht.
Der 147 PS starke Vierzylinder kombiniert die Vorteile der
Konstruktionsform, speziell die exzellente Laufruhe, mit jenen
von Selbstzündern - wie dem hohen Drehmoment und dem niedrigen
Verbrauch: Nur 6,3 Liter auf 100 Kilometer sind in Zeiten wie
diesen ein mehr als überzeugendes Verkaufsargument: Die
Subaru-Händler sind glücklich - denn so leistungsstark und
laufruhig die Benzinboxer auch sein mögen - für Sparsamkeit sind
sie nicht gerade bekannt. Da kam der Ölbrenner zur rechten Zeit.
Ein sauberer Allradantrieb, ein schöner Diesel - ideale Zutaten
für ein ordentliches SUV europäischen Zuschnitts. Seit Anfang
vergangenen Jahres gibt es dieses in Subarus Sortiment auch: In
Form des Foresters, der mehr als nur ein Facelift erhielt,
deutlich an Länge und Höhe zulegte und dem Segment der
Allrad-PKWs damit endgültig entwachsen war.
Zum Test: Boxer und Diesel - eine erste Begegnung. Beim
Einschalten der Zündung vollführen Tacho- und
Drehzahlmessernadel in unserem Testwagen einen coolen
Parallelschwung bis zum Anschlag und wieder retour. Den
Schlüssel weitergedreht, erwacht der Diesel zum Leben. Die erste
Überraschung: Das Fehlen nahezu jeglicher Vibrationen ist eine
völlig neue Dieselerfahrung. Sehr vertraut hingegen das
Verbrennungsgeräusch - Erkenntnis Nummer 2: Ein Boxer nagelt
auch. Nicht so metallisch wie ein Saugdiesel, nicht so knurspelnd wie ein Pumpe-Düse-Aggregat, aber - wie fast jeder
andere vierzylindrige Common-Rail halt auch.
350 Newtonmeter bei 1.800 Umdrehungen weist das
Prospekt aus - ein beachtlicher Wert. In der Praxis ergeben sie in
den meisten Fahrsituationen auch ebensolche Fahrleistungen: Ganz
im Stil eines modernen Kombis sind hohe Reisegeschwindigkeiten
auf der Autobahn problemlos drin, der Geräuschpegel des
Aggregates hält sich in äußerst vernünftigen Grenzen. Die Elastizität
zwischen (ca.) 1.600 bis 3.000 Umdrehungen lässt
ebenfalls kaum Wünsche offen und ermöglicht flotte, fast
sportliche Zwischensprints - gut für's Überholen, zum Beispiel.
Überraschender Kontrapunkt ist hingegen das tiefe, tiefe
Turboloch, das im Drehzahlkeller unter 1.500 Umdrehungen lauert
und unseren sehr positiven Gesamteindruck vom Motor nicht
wesentlich, aber doch ein wenig schmälert.
Zu Recht ganz besonders stolz ist man bei Subaru auf das im
Forester verbaute 6-Gang-Schaltgetriebe, das mit seiner überaus
weiten Gangspreizung einen wesentlichen Anteil am geringen
Durchschnittsverbrauch hat. Der erste Gang ist sehr kurz
übersetzt und ermöglicht so ein langsames Rollen im Gelände -
eine Untersetzung gibt es im Forester nicht. Auf der Autobahn
hilft der überaus lang übersetzte sechste Gang beim Spritsparen.
Zum Innenraum: Der gefällt gleich beim Einsteigen mit einem
überraschend üppigen Platzangebot für die Passagiere vorne und
hinten. Hier wirken sich die 9 Zentimeter, die der Forester beim
Radstand zugelegt hat, ganz besonders aus. Nicht ganz so üppig
ist hingegen der Kofferraum ausgefallen, der über ein
Basisvolumen von 450 Litern wie beim einem durchschnittlichen
Kombi ausgefallen ist.Optik und Haptik des Interieurs passen,
Bedienlogik und -komfort entsprechen den hohen Erwartungen
moderner Konsumenten. Optische Revolutionen und übermäßigen
Luxus gibt es im Innenraum keine, dennoch sorgt
das Ambiente dafür, dass man sich als Passagier wohlfühlt und
angenehm reist.
Der von uns gefahrene "XS Comfort" bietet gegenüber dem
Basismodell "X Classic" ein deutliches Plus "für Ohr und Auge":
Im Mehrpreis von 3.000 Euro ist ein hochwertiges Surround-Audio-System
inkludiert, Xenon und 17-Zoll-Felgen gibt's
ebenso. Ein echtes Highlight ist das riesige Schiebe-/Panoramadach,
das sich diese Bezeichnung wirklich verdient hat - als Fahrer
fragt man sich bei der ersten Betrachtung ernsthaft, ob das Dach
lang genug ist, um es komplett öffnen zu können...
Recht beeindruckend waren die äußerlichen Bedingungen, unter
denen wir den Forester testen durften - nämlich genau in der
Zeit der schweren Unwetter in Österreich. Nass und zum
Teil überflutet waren sowohl die befestigten als auch die
unbefestigten Straßen, die wir befahren haben.
Aquaplaning-ähnliche Verhältnisse auf Feldwegen waren auch für
uns eine absolute Premiere (ein paar Eindrücke davon haben wir
in unserem Video festgehalten, das wir in den nächsten Tagen
zeigen ...).
Auf allen Terrains konnte der wachsame und unmerklich
agierende Allradantrieb glänzen. Er sorgt mit einer
intelligenten Verteilung des Drehmoments an alle 4 Räder für
ein hohes Maß an Traktion, Fahrstabilität und exzellentes
Kurvenhandling. Letzteres hätte durch eine straffere
Abstimmung des Fahrwerkes - es wirkt zuweilen etwas weich und fordert vom Fahrer
bei forscher Fahrweise ein kundiges Händchen - noch ein wenig
Optimierungspotenzial.
Insgesamt verdient sich der Subaru Forester aber auch in der
Disziplin Fahrwerk und Handling eine sehr gute Note. Die
komfortable Auslegung hat in der Mehrzahl typischer
Fahrsituationen deutlich mehr Vor- als Nachteile.
Mit knapp 33.000 Euro liegt der Forester preislich im
SUV-Mittelfeld, kann dabei aber mit einer sehr guten
Basisausstattung und damit auch mit einem guten
Preis-Leistungsverhältnis aufwarten.
216 Forester wurden im ersten Halbjahr 2009 in
Österreich zum Verkehr zugelassen - ein Zuwachs von nicht
weniger als 170 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein tolles
Ergebnis, das - wie wir seit unserem Test wissen - nicht von
ungefähr kommt.
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| Text und Fotos: gelaendewagen.at |
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Motor: Boxer-Turbodieselmotor, 4-Zylinder,
Common-Rail-Einspritzung, 147 PS, 350 Nm bei 1.800 bis 2.44
U/min
Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe
Höchstgeschwindigkeit: 186 km/h
Verbrauch: 6,3 l Diesel kombiniert,
(Herstellerangabe)
CO2-Emissionen: 167 g/km
Länge/Breite/Höhe: 4.560/1.780/1.675mm
Leergewicht: 1.540 kg
zul. Anhängelasten: 2.000kg/750 kg(gebremst/ungebremst)
Allrad/Gelände: Permanenter Allradantrieb,
Zentraldifferenzial mit Viscosperre, Bodenfreiheit 215 mm,
Wendekreis 10,6 m
Basisausstattung (Auszug):
Servo, Lenkrad und Schaltknauf in Leder, elektr.
Fensterheber, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung,
Klimaautomatik, Getränkehalter, 3x 12V-Steckdosen, Audiosystem,
Sitzheizung f. Fahrer und Beifahrer, Nebelscheinwerfer, getönte
Scheiben, beheizte Außenspiegel elektr. verstellbar,
16-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dachantenne, Allradantrieb, ABS mit
EBD, Fahrer- und Beifahrerairbags, Seitenairbags, Vorhangairbags
vorne und hinten, ISOFIX
Mehrausstattung des Testfahrzeuges
(Modell XS):
Audio-Surround-System mit 6-fach-CD-Wechsler, Xenon,
Scheinwerfer-Reinigungsanlage, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen,
Panorama-Glasdach, Dachreling, Dachspoiler
Basispreis:
€ 32.990,-- (Modell "X Classic")
Preis des Testwagens:
€ 35.990,-- (Modell "XS Comfort")
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gelaendewagen.at Test Nr. 75 |
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