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Herbstzeitlose:
Der Skoda Octavia Scout im Test
Nebel und Nieselregen können kommen ...

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12.11.2011
Ein roter Namensschriftzug am Heck, ein mit leichtem Schwung nach oben gezogener Unterfahrschutz: Das sind die einzigen äußeren Erkennungsmerkmale für die offroadigste Variante des Skoda Octavia: mit seinem permanenten Allradantrieb ist der "Scout" nicht auf die Teer- und Asphaltbänder dieser Erde angewiesen.
Skoda Octavia Scout im Test
 

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Die Kraft des Motors wird mittels einer Haldexkupplung der vierten Generation allen vier Rädern zugeteilt, bei Bedarf bis zu 85 Prozent davon auf ein einziges davon. Dazu wurde die Bodenfreiheit gegenüber dem Standard-Octavia geringfügig - auf knapp 18 Zentimeter - erhöht. Ein Package, das den Wagen zu einem guten und verlässlichen Schlechtwegebezwinger macht, als Kombi mit ordentlich Laderaum noch dazu 5 Personen üppig Platz für die kleine bis mittlere Abenteuer-Fahrt bietet.
Einziger verfügbarer Motor für den Allrad-Octavia ist der 140 PS starke Diesel von Mutter Volkswagen. Das Common Rail Aggregat kann durchaus gefallen, ermöglicht ansprechende Fahrleistungen und darf dank des früh zur Verfügung stehenden hohen Drehmoments beim Kickdown auch ein hübsches Maß an Biss beweisen. Der vom Hersteller angegeben Verbrauch von durchschnittlich 6,2 Litern dürfte einigermaßen realistisch sein: wir haben bei moderaten Autobahnfahrten - in keiner Weise korrekt gemessene - fünfeinhalb, in der Stadt knapp acht Liter Diesel verbrannt.

Nicht restlos glücklich gemacht hat uns das im Testwagen verbaute Doppelkupplungsgetriebe. Was im Stadtverkehr und bei gemächlicher Fahrweise exzellent funktioniert, wirkt bei forcierter Fahrweise ein wenig träge - da drückt man den Hebel gern 'mal in die manuelle Schaltgasse und zeigt dem Getriebe, wie man sich sportliches Schalten vorstellt - sofern nicht die Elektronik ein Veto einlegt.
Der Herbst kann draußen bleiben
Was allgemein befürchtet wurde, ist tatsächlich eingetreten - es ist Herbst geworden. Und obwohl sich die Tage, die uns in Form von Nieselregen und Bodennebel milde Depressiva applizieren, noch in Grenzen halten, gesellen sich zu ersten Gedanken an Flucht in wärmere Gefilde veränderte Interessen hinsichtlich der Ausstattung von Automobilen.

Vorbei sind die Tage, an denen wir uns an Panoramadächern erfreuten oder gar die Sekunden zählten, bis ein Cabrio sein Dach geöffnet und geordnet verstaut hatte. Im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit stehen jetzt Regensensoren, beheizbare Sitze, ebenso beheizbare Außenspiegel. Das Vorhandensein einer Klimaanlage wird jetzt nur geschätzt, um rasch die Feuchtigkeit des Herbsttages aus dem Auto zu verbannen.
Schön, dass uns der Octavia Scout all diese Annehmlichkeiten bieten konnte. Über den  Innenraum gibt es generell nur Positives zu berichten: Die - aufpreispflichtigen - Leder-/Alcantara-Sitze sind straff aber dennoch bequem und in wenigen Sekunden auf angenehme Körpertemperatur gebracht. 5 Personen finden bequem Platz und können sich dank recht hochwertiger Materialien und tadelloser Ergonomie wohlfühlen. Die 2-Zonen-Klimaanlage reguliert die eingestellte Temperatur elektronisch.

Das Grün des Skoda-Logos setzt sich beim mittig angebrachten Zentraldisplay fort. Navi-, Radio- und allgemeine Autoinfos werden hier dargestellt. Die Bedienung erfordert ein wenig Übung, klappt aber recht schnell.

Der große Laderaum bietet ein pfiffiges Detail: Eine große Klappe am Boden ermöglicht den Zugang zu einer darunter liegenden zweiten Ladeebene. So kann Krimskrams unsichtbar und klappersicher verstaut werden.
Wir haben mit dem Scout ein äußerst vielseitiges Auto kennengelernt - er geht als Familien-Van ebenso durch wie also praktisches Reisauto. Fast sogar als SUV. Dazu stimmt das Preis-Leistungsverhältnis. Kaum ein Argument also zu finden, das gegen den Scout spricht.

Skoda Octavia Scout
Die Daten

Motor: 4-Zylinder Common Rail Dieselmotor, 1.968 cm3, 140 PS, 320 Nm

Getriebe:
Doppelkupplungsgetriebe mit Tiptronic

Länge/Breite/Höhe:
4.584/1.784/1.533 mm

Leergewicht:
1.470 kg

Max. Anhängelast:
1.600 kg (gebremst)

Verbrauch:
6,2 l
CO2:
162 g

Offroad:
Permanenter Allradantrieb auf Basis einer Haldexkupplung, Bodenfreiheit 179 mm

Ausstattung Serie (Auszug):
ABS, ASR (Antriebsschlupfregelung), ESP, Fahrer- und Beifahrerairbag, Seitenairbags, Kopfairbags,  beheizbare Außenspiegel, Blinker in Außenspiegeln, Dachreling, Fernbedienung mit Zentralverriegelung, Wegfahrsperre,  gekühltes Handschuhfach, Klimaanlage, variabler Ladeboden, Parksensor hinten, Nebelscheinwerfer, Xenon, Radio mit 6-fach CD-Wechsler, 12-V-Secker im Gepäckraum, Tagfahrlicht, Tempomat, beheizbare Vordersitze

Zusatzausstattung des Testwagens:
Metalliclackierung "Cappuccino Beige", abnehmbare Anhängerkupplung, Berg-Anfahr-Assistent, Freisprechanlage, Leder-/Alcantara-Sitze, Leichtmetallfelgen, Multifunktionslenkrad, Navigationssystem, abgedunkelte Scheiben ab B-Säule, Vorder- und Rücksitze beheizbar
 
Basispreis: € 32.880,--
Gesamtpreis des Testwagens: € 36.610,--

 

gelaendewagen.at Test Nr. 118
Fotos: gelaendewagen.at



 
(c) allradnews.at & gelaendewagen.at